“Bares für Rares”-Moderator: Horst Lichter über das Coronavirus: “Ich gehöre zur Risikogruppe und muss aufpassen”

Sein letztes Buch heißt “Keine Zeit für Arschlöcher”. Das passt in die Zeit: Der TV-Star Horst Lichter über seinen Umgang mit der Corona-Krise.
Herr Lichter, das Land steht Kopf. Corona überschattet alles. Wie gehen Sie persönlich mit der Krise um?
Ich versuche, in meinem Umfeld so viel Ruhe und Normalität zu leben, wie es irgend geht. Ich telefoniere täglich mit meinen Kindern und Enkeln, denn die können mich ja jetzt erst mal nicht mehr besuchen. Die sagen mir knallhart: Horst, du gehörst zur Risikogruppe. Ist ja auch so. Ich gehe auf die Sechzig zu und habe ja schon einiges an gesundheitlichen Attacken erlebt. Ich muss aufpassen.
Wie schützen Sie sich persönlich?
Ich befolge die offiziellen Ratschläge: den Mindestabstand von eineinhalb Metern, das gründliche Händewaschen. Und ich habe stets ein kleines Fläschchen Desinfektionsmittel bei mir. Damit wisch ich die Tasten am Geldautomaten sauber. Außerdem bin ich mittlerweile Deutscher Meister im Türöffnen mit den Füßen; also in der Öff..

Sein letztes Buch heißt "Keine Zeit für Arschlöcher". Das passt in die Zeit: Der TV-Star Horst Lichter über seinen Umgang mit der Corona-Krise.

Herr Lichter, das Land steht Kopf. Corona überschattet alles. Wie gehen Sie persönlich mit der Krise um?

Ich versuche, in meinem Umfeld so viel Ruhe und Normalität zu leben, wie es irgend geht. Ich telefoniere täglich mit meinen Kindern und Enkeln, denn die können mich ja jetzt erst mal nicht mehr besuchen. Die sagen mir knallhart: Horst, du gehörst zur Risikogruppe. Ist ja auch so. Ich gehe auf die Sechzig zu und habe ja schon einiges an gesundheitlichen Attacken erlebt. Ich muss aufpassen.

Wie schützen Sie sich persönlich?

Ich befolge die offiziellen Ratschläge: den Mindestabstand von eineinhalb Metern, das gründliche Händewaschen. Und ich habe stets ein kleines Fläschchen Desinfektionsmittel bei mir. Damit wisch ich die Tasten am Geldautomaten sauber. Außerdem bin ich mittlerweile Deutscher Meister im Türöffnen mit den Füßen; also in der Öffentlichkeit, nicht zu Hause. Ich passe einfach auf, draußen möglichst nicht alles anzugrabbeln. Aber generell versuche ich nur wenn es nötig ist das Haus zu verlassen.Stiftung stern Teaser Corona

Wie gehen Sie mit Begegnungen um? Sie werden ja erkannt, angesprochen.

Das ist ein Problem. Ich bin ja einer, der gern die Hand zum Gruße reicht und habe keine Scheu vor Nähe. Aber das geht nun mal gerade nicht. Ich habe mir deshalb angewöhnt, die Hände in den Hosentaschen zu lassen oder hinterm Rücken zu falten, wenn mich Leute erkennen und auf mich zukommen. Und dann sag ich: "Ich würd euch ja alle drücken und küssen. Aber – tut mir leid – ist gerade nicht möglich. Ihr wisst ja warum."

Beim Dreh Ihrer Sendung "Bares für Rares" ist die Nähe ja Programm…

Ich mache das da auch so, wie eben beschrieben: Abstand halten. Das sage ich allen als erstes. Die können alle Horst zu mir sagen. Wir bleiben beim Du und sind nett zueinander. Aber so lange dieser Corona-Mist geht, halten wir alle Abstand. Und die Händlerkarten werden nach jedem Kontakt desinfiziert. Wir passen da sehr auf.

Hat die Politik aus Ihrer Sicht bisher angemessen reagiert?

Die sind, soweit ich das beurteilen kann, auf Sicht gefahren und haben immer das gemacht, was gerade erforderlich war. Da sich die Situation aber auch täglich verändert und ohnehin für alle neu ist, bleibt den Verantwortlichen wohl auch nichts anderes übrig.

Was würden Sie tun, um die Folgen der Krise abzumildern?

Ich bin ja kein Politiker, aber das Wichtigste ist zu versuchen, den Menschen weitestgehend die Angst zu nehmen. Die haben ja nicht nur Angst um ihre Gesundheit, sondern auch davor, wie sie jetzt in Kürze ihre Miete zahlen und den Lebensunterhalt bestreiten sollen. Das ist eine Mammutaufgabe, um die ich keinen Politiker beneide.PAID STERN Sonderheft 2020_01 Im besten Fall 10.10

Kennen Sie in Ihrer Branche Leute, die Probleme haben?

Noch ist das ja alles sehr frisch, aber die Angst ist groß. Beim Fernsehen wird sehr oft projektbezogen eingestellt. Aber diese Projekte werden jetzt massenhaft abgesagt und die Leute werden nach Hause geschickt. Die haben kein Einkommen mehr. Es ist noch gar nicht abzusehen, was das alles für Folgen hat.

Sie haben es ja eben schon kurz erwähnt. Sie hatten zwei Schlaganfälle und einen Herzinfarkt, haben also, wie sie es selber formulierten, schon mal "beim lieben Gott" angeklopft. Er hat Sie aber zurückgeschickt. Macht Sie das in diesen Zeiten gelassener?

Ja, was mich betrifft, schon. Aber meine Sorge gilt meiner Frau und meinen Kindern und Enkeln. Wer weiß, was aus dieser Krise noch wird.

Haben Sie noch ein Schlusswort?

Ja, seid nett zueinander und helft euch!

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